Ich pflege keinerlei Glauben oder ähnliches. Egal welcher Glaubensrichtung der Mensch anhängig ist, er schließt sich einer Gruppe an um "stärker" zu sein oder sein Gewissen zu beruhigen. Was dabei herauskommt ist mit den jüngsten Ereignissen der Geschichte dokumentiert. Jeder sollte genug Selbstvertrauen haben, um eigene Schwächen auf anderen Wegen abbauen zu können! Wer ist ein guter Mensch? Ein Mensch, der keinen Glauben hat, wird niemals in die Verlegenheit kommen einem anderen seinen Glauben aufzwingen zu wollen!

Jetzt lebe ich in einer streng katholischen Gegend und muss nur schmunzeln, wenn die "gläubigen" Menschen die ganze Woche treiben was das Herz begehrt; am Wochenende wird Abbitte in der Kirche geleistet und am Montag geht´s von vorne los. Auch solche Gemütlichkeitsrituale, wie der zum Stichtag befohlene Karneval ändern nichts an der Tatsache, dass man bis Dato vor Gericht steht, weil der Apfelbaum des Nachbarn seine Äpfel ungefragt auf das eigene Grundstück fallen lässt. Am Stichtag fällt man sich inbrünstig liebend in die Arme; ist der Spuck vorbei heißt es wieder schnell zum Anwalt und die Klage weiter beackern.

Seit 1979 bin ich glücklich mit ein und der selben Frau ( die auch keinem Glauben angehört ) verheiratet, führe eine glückliche, ehrliche und auf Gleichberechtigung basierende Ehe, habe einen Sohn groß gezogen und kann nicht behaupten, dass mir der "Segen" eines Priesters in irgend einer Form fehlt.